Kosten

Was ein Mähroboter wirklich kostet

Der Kaufpreis ist der größte, aber nicht der einzige Posten. Über zehn Jahre kommen Strom, Messer und meist ein Akkutausch dazu - zusammen rund 700 bis 900 Euro.

Stromverbrauch: der kleinste Posten

Ein Mähroboter zieht deutlich weniger Strom, als die tägliche Laufzeit vermuten lässt. Über eine volle Saison liegt der Verbrauch je nach Fläche zwischen 20 und 100 Kilowattstunden. Bei österreichischen Strompreisen von etwa 25 bis 30 Cent je Kilowattstunde entspricht das 6 bis 30 Euro im Jahr.

Als Faustwert lässt sich mit rund 0,08 Kilowattstunden je Quadratmeter und voller Saison rechnen. Für einen Garten mit 500 Quadratmetern sind das etwa 40 Kilowattstunden, also gut 11 Euro bei 28 Cent. Zum Vergleich: Ein einziger Waschgang bei 60 Grad verbraucht etwa ein Zwanzigstel davon - die Stromkosten sind in der Gesamtrechnung vernachlässigbar.

Die Betriebskosten im Vergleich

Mähroboter30 - 80 € / Jahr
Strom und Messer
Elektro-Rasenmäher20 - 40 € / Jahr
nur Strom
Benzin-Rasenmäher80 - 150 € / Jahr
Benzin, Öl, Wartung
Mähdienst600 - 1.500 € / Jahr
Arbeitskosten

Die Balken zeigen die laufenden Kosten ohne Anschaffung. Der Elektromäher ist im Betrieb am günstigsten - allerdings mäht er nicht von selbst. Genau darin liegt der Posten, den diese Aufstellung nicht abbildet: die eigene Arbeitszeit.

Die Rechnung über zehn Jahre

Ausgangspunkt ist ein Mittelklassegerät für einen durchschnittlichen österreichischen Garten, selbst installiert.

Position Einmalig Pro Jahr Über 10 Jahre
Anschaffung Mittelklasse 1.000 - 1.500 € - 1.000 - 1.500 €
Installation durch Fachbetrieb (optional) 150 - 400 € - 150 - 400 €
Strom - 10 - 30 € 100 - 300 €
Ersatzmesser - 20 - 50 € 200 - 500 €
Ersatzakku (nach 5-8 Jahren) 150 - 350 € - 150 - 350 €
Summe ohne Installation - - 1.450 - 2.650 €

Auf den Monat gerechnet sind das je nach Gerät 12 bis 22 Euro. Ein wöchentlicher Mähdienst kostet im selben Zeitraum 6.000 bis 15.000 Euro. Selbst gegenüber dem Benzinmäher, der über zehn Jahre auf etwa 1.500 bis 2.500 Euro kommt, ist der Abstand gering - bei erheblich weniger eigenem Aufwand.

Eigene Zahlen einsetzen

Der Rechner setzt Kaufpreis, Fläche, Laufzeit und Ihren Strompreis zusammen und weist Gesamtkosten, Jahres- und Monatswert aus.

Wo die Rechnung kippt

Drei Faktoren machen einen Mähroboter teurer als kalkuliert. Ein zu klein dimensioniertes Gerät läuft dauerhaft am Limit, was Akku und Antrieb schneller verschleißt - der Akkutausch kommt dann nach vier statt nach sieben Jahren. Sandiger oder steiniger Untergrund verkürzt die Messerstandzeit erheblich. Und bei Geräten ohne österreichische Vertretung kann eine Reparatur am Ersatzteil scheitern, was das Gerät vorzeitig zum Totalverlust macht.

Am längsten hält ein Gerät, das mit Reserve dimensioniert ist und im Winter trocken und frostfrei steht. Beides kostet nichts außer Planung.

Häufig gestellte Fragen

Je nach Fläche und Saisonlänge etwa 20 bis 100 Kilowattstunden. Als Faustwert lässt sich mit rund 0,08 Kilowattstunden je Quadratmeter und voller Saison rechnen: Bei 500 Quadratmetern sind das etwa 40 Kilowattstunden oder rund 11 Euro bei 28 Cent je Kilowattstunde.

Bei einem Mittelklassegerät für 1.200 Euro summieren sich Strom, Ersatzmesser und ein Akkutausch auf rund 1.900 bis 2.100 Euro über zehn Jahre. Kommt eine professionelle Installation dazu, sind es 150 bis 400 Euro mehr.

In der Anschaffung nein, im Betrieb ja. Ein Benzinmäher kostet jährlich etwa 80 bis 150 Euro für Kraftstoff, Öl und Wartung, ein Mähroboter 30 bis 80 Euro. Über zehn Jahre gleicht sich der Anschaffungsunterschied dadurch weitgehend aus - der eigentliche Unterschied liegt in der Arbeitszeit.

Lithium-Ionen-Akkus halten typischerweise fünf bis acht Jahre, bevor die Kapazität merklich nachlässt. Erkennbar ist das daran, dass die Mähzeit pro Ladung kürzer wird. Ein Ersatzakku kostet je nach Modell 150 bis 350 Euro.

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