Die Ladestation platzieren
Die Station kommt an eine ebene, möglichst schattige Stelle mit direktem Zugang zum größten zusammenhängenden Rasenstück. Vor der Station braucht der Roboter mehrere Meter gerade Anfahrt, seitlich etwa einen Meter Freiraum zum Rangieren.
Zwei Punkte, die später Ärger sparen: Eine Station in der prallen Sonne heizt den Akku beim Laden zusätzlich auf, was dessen Lebensdauer verkürzt. Und eine Station an einer Stelle, an der sich Wasser sammelt, führt über die Jahre zu Korrosion an den Ladekontakten - die häufigste Ursache dafür, dass ein Gerät nicht mehr lädt.
Abstände beim Verlegen
Das Begrenzungskabel läuft einmal um den gesamten Mähbereich. Die Abstände sind kein Richtwert, sondern ergeben sich aus der Bauweise: Die Sensorspule sitzt vorne im Gerät, der Messerteller dahinter. Der Roboter fährt also noch ein Stück über das Kabel hinaus, bevor er dreht.
| Situation | Abstand | Grund |
|---|---|---|
| Mauer, Zaun, feste Kante | 30 cm | Der Roboter fährt über das Kabel hinaus, bevor er wendet |
| Beet, Strauch, Baumscheibe | 20 cm | Weiches Hindernis, geringere Kollisionsgefahr |
| Befahrbare Kante (Terrasse auf Rasenniveau) | 10 cm | Der Roboter darf überstehen, ohne abzustürzen |
| Durchfahrt zwischen zwei Zonen | 60 - 80 cm | Schmaler findet der Roboter die Passage unzuverlässig |
| Teich, Abhang, Absturzkante | ab 50 cm | Sicherheitsreserve, hier kein Risiko eingehen |
| Zwei parallel laufende Kabel | min. 70 cm | Näher überlagern sich die Signale und heben sich auf |
Inseln richtig anlegen
Beete oder Bäume mitten im Rasen werden nicht umzäunt, sondern angebunden: Das Kabel führt vom Rand zur Insel, einmal darum herum und auf demselben Weg zurück. Hin- und Rückleitung müssen dabei dicht nebeneinander liegen, sonst erkennt der Roboter den Stichweg als Grenze und dreht dort ab.
Vor dem Verlegen: die Fläche vorbereiten
Eine halbe Stunde Vorbereitung erspart Wochen mit Störmeldungen. Entfernen Sie Steine, Wurzelstücke, Spielzeug und heruntergefallene Äste. Füllen Sie Mulden und Maulwurfshügel auf: Wo der Roboter mit dem Messerteller aufsetzt, entstehen kahle Stellen, und die Klingen stumpfen schneller ab.
Mähen Sie die Fläche vor der ersten Fahrt einmal konventionell auf die spätere Schnitthöhe. Ein Mähroboter ist nicht dafür gebaut, hohes Gras zu kürzen - er soll es kurz halten.
Die ersten Wochen
Stellen Sie die Laufzeit anfangs großzügiger ein als rechnerisch nötig. Der Rasen wird so gleichmäßig auf die Zielhöhe gebracht, und bei Geräten mit Kartierung vervollständigt sich das Modell des Gartens schneller.
Gehen Sie in dieser Zeit die Fläche regelmäßig ab und achten Sie auf drei Dinge: Stellen, an denen der Roboter wiederholt hängen bleibt, Radspuren, die sich an Engstellen abzeichnen, und Kabelabschnitte, die zu nah an einem Hindernis liegen. Alle drei lassen sich in den ersten Wochen leicht korrigieren, solange das Kabel noch nicht eingewachsen ist.
Zur Grundkonfiguration gehört auch der PIN-Code. Er ist bei vielen Versicherern Voraussetzung für die Deckung bei Diebstahl - siehe Rechtliches.
Selbst installieren oder beauftragen
Bei einem rechteckigen Garten ohne nennenswerte Steigung ist die Installation gut selbst zu schaffen: Kabel abrollen, mit Haken befestigen, Station anschließen, fertig. Für Werkzeug reichen Hammer und Seitenschneider.
Für Hanglagen, mehrere Zonen mit Durchfahrten oder Grundstücke über etwa 1.000 Quadratmeter lohnt der Fachbetrieb. Die 150 bis 400 Euro kaufen vor allem Erfahrung darin, wo das Kabel laufen muss, damit der Roboter nicht jede Woche eine Störmeldung schickt.
Häufig gestellte Fragen
Beides funktioniert. Oberirdisch befestigt ist schneller verlegt und leichter zu korrigieren; das Kabel wächst innerhalb weniger Wochen ein. Eingegraben in 3 bis 5 Zentimetern Tiefe ist es vor Vertikutierer und Spaten geschützt, aber aufwendiger zu ändern. Für das erste Jahr ist Oberflächenverlegung die pragmatischere Wahl.
Die Ladestation meldet den Bruch, sagt aber nicht, wo er liegt. Praktikabel ist die Halbierungsmethode: Schleife in der Mitte auftrennen, eine Hälfte an die Station anschließen und prüfen, in welcher Hälfte der Fehler liegt. Das wiederholt man, bis der Abschnitt kurz genug ist. Ein Radio auf Mittelwelle entlang des Kabels zeigt den Bruch ebenfalls an - das Signal setzt dort aus.
Mindestens 60 bis 80 Zentimeter zwischen den Begrenzungskabeln, je nach Gerätebreite. Wird es enger, findet der Roboter die Passage oft nicht zuverlässig, und die Radspur nutzt sich an derselben Stelle ab.
Fachhändler und Hersteller verlangen typischerweise 150 bis 400 Euro, abhängig von Gartengröße und Zuschnitt. Bei einfachen rechteckigen Flächen lohnt sich das selten, bei Hanglagen, mehreren Zonen oder langen Kabelwegen häufig.