Flächenleistung: die Herstellerangabe ist ein Idealwert
Die angegebene Quadratmeterzahl gilt für eine rechteckige, hindernisfreie Fläche bei durchschnittlichem Graswuchs. Ihr Garten ist das selten. Jede Engstelle, jedes Beet und jeder Baum kostet Laufzeit, weil der Roboter dort wendet statt zu mähen.
Rechnen Sie deshalb mit Aufschlag: 20 Prozent bei einfachem Zuschnitt, 40 Prozent bei mehreren Beeten, bis zu 60 Prozent bei mehreren Zonen mit schmalen Durchfahrten. Ein Gerät für 500 Quadratmeter passt damit für einen einfachen Garten von 400, für einen komplexen aber nur für etwa 310 Quadratmeter.
Zu klein dimensioniert zeigt sich im Ergebnis: Der Roboter schafft die Fläche nicht in der eingestellten Zeit, einzelne Bereiche werden seltener befahren, und das Schnittbild wird ungleichmäßig.
Steigfähigkeit: in Österreich das häufigste Ausschlusskriterium
Einsteigergeräte bewältigen 25 bis 35 Prozent, die Mittelklasse etwa 35 bis 45 Prozent, Premiumgeräte bis zu 70 Prozent. Maßgeblich ist nicht die mittlere Neigung Ihres Gartens, sondern die steilste Stelle, die regelmäßig befahren wird.
Zwei Punkte, die in Prospekten fehlen: Die Angaben gelten für trockenen Rasen. Bei Nässe sinkt die tatsächliche Steigfähigkeit deutlich, und genau dann bleiben Geräte hängen. Und eine Steigung direkt an der Grenze des Mähbereichs ist kritischer als eine in der Mitte - dort muss der Roboter am Hang wenden.
Grad oder Prozent
20 Grad Neigung entsprechen rund 36 Prozent, 30 Grad rund 58 Prozent. Wer die Einheiten verwechselt, kauft ein Gerät mit halber Steigfähigkeit.
Schnittbreite und Schnitthöhe
Die Schnittbreite liegt je nach Modell zwischen 16 und 56 Zentimetern. Breiter heißt schneller, aber auch: weniger wendig in Engstellen. Für verwinkelte Gärten ist ein schmaleres Gerät oft die bessere Wahl, selbst wenn es länger braucht.
Die Schnitthöhe sollte sich zwischen etwa 20 und 60 Millimetern verstellen lassen. Im Frühjahr und im Hochsommer ist ein höherer Schnitt sinnvoll: Längere Halme beschatten den Boden, das bremst die Austrocknung und erschwert Unkraut das Keimen. Geräte mit Höhenverstellung über die App ersparen den Gang in den Garten.
Die Preisklassen
| Klasse | Preis | Passend für | Typische Ausstattung |
|---|---|---|---|
| Einsteiger | 400 - 800 € | Bis etwa 300 m², einfacher Zuschnitt, wenig Steigung | Begrenzungskabel, Grundsensorik, Bedienung am Gerät |
| Mittelklasse | 800 - 1.500 € | 300 - 800 m², die häufigste Gartengröße | App-Steuerung, Regensensor, bessere Steigfähigkeit |
| Premium | 1.500 - 3.500 € | Große oder komplexe Gärten, mehrere Zonen | GPS oder kabellose Navigation, Zonenverwaltung, Diebstahlschutz |
| Profi | ab 3.500 € | Ab etwa 2.000 m², gewerblicher Dauereinsatz | Robuste Mechanik, hohe Flächenleistung, Servicevertrag |
Der größte Sprung liegt zwischen Einsteiger- und Mittelklasse. Regensensor, App und eine Steigfähigkeit jenseits von 35 Prozent machen im Alltag mehr Unterschied als die Ausstattungsdetails, die den Aufpreis zur Premiumklasse rechtfertigen sollen.
Service und Ersatzteile
Ein Mähroboter ist ein Gerät, das über zehn Jahre laufen soll. Akku, Messerteller, Räder und Ladekontakte sind Verschleißteile, die in dieser Zeit mindestens einmal getauscht werden. Entscheidend ist deshalb, ob es die Teile in fünf Jahren noch gibt.
Husqvarna, Gardena und Stihl haben ein dichtes Händlernetz in Österreich, Einhell ist über Baumärkte breit verfügbar. Bei Direktimporten ohne österreichische Vertretung kann schon ein defektes Netzteil zum Problem werden. Fragen Sie vor dem Kauf konkret nach: Wer repariert das Gerät, und wie lange sind Ersatzteile zugesagt?
Häufig gestellte Fragen
Mindestens 20 Prozent. Bei verwinkelten Gärten mit vielen Beeten, Bäumen und Engstellen eher 40 bis 60 Prozent, weil der Roboter dort einen erheblichen Teil der Laufzeit mit Rangieren und Wenden verbringt statt mit Mähen.
Prozent ist der Höhenunterschied auf 100 Zentimeter Wegstrecke. 20 Grad entsprechen etwa 36 Prozent, 30 Grad etwa 58 Prozent. Hersteller geben die Steigfähigkeit fast immer in Prozent an - vergleichen Sie also nicht versehentlich Grad mit Prozent.
Bei kleinen, übersichtlichen Flächen selten. Der Nutzen steigt mit der Fläche und der Zahl der Zonen: GPS ermöglicht systematisches Bahnenmähen statt Zufallsfahrt, was bei großen Gärten Laufzeit spart, und erleichtert das Wiederfinden bei Diebstahl.
Bei Einsteigergeräten ist der Preis im Baumarkt oder online meist ausschlaggebend. Ab der Mittelklasse spricht viel für den Fachhändler: Er übernimmt Installation und Einwinterung, hält Ersatzteile vorrätig und ist im Garantiefall der direkte Ansprechpartner.