Rasenmäher Roboter Test - Die besten Rasenroboter für Ihren Garten

Der Gardena 4071-20 Mähroboter R40Li

(Foto: Amazon.de)

Bevor der Traum von automatisch gemähten Rasen in Erfüllung gehen kann, sollten Sie sich mit dem Thema Mähroboter eingehend beschäftigen. Nicht jeder Rasenmäher-Roboter ist für jedes Areal geeignet. Welche Faktoren Sie vor dem Kauf eines autarken Rasenmähroboters beachten müssen und was Sie danach beachten sollen, erklärt Ihnen der folgende Text verständlich und kompakt.

Was sind die Vorteile eines Roboters gegenüber einem normalen Rasenmäher?

Der erste Vorteil und wohl auch einer der wichtigsten Gründe für die Anschaffung eines Rasenmäher-Roboters ist die Einsparung von wertvoller Freizeit bei einer häufig ungeliebten und anstrengenden Aufgabe. Je größer die Fläche, umso mehr lohnt sich die Anschaffung eines autarken Rasenmähers. Aber auch auf kleinen Flächen spart ein Mähroboter wertvolle Zeit. Wer Wert auf einen exakt geschnitten und immer kurz gehaltenen Rasen legt, wird diese regelmäßige Arbeit gern abgeben. Neben der Zeitersparnis bieten Mähroboter aber auch noch weitere Vorteile.

Der Roboter arbeitet auch, wenn Sie nicht daheim sind. So können Sie nach der Arbeit entspannt die Ruhe im Garten genießen, weil der Roboter-Mäher seine Arbeit beispielsweise in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 16 Uhr erledigt hat. Die von einem leistungsstarken Akku versorgten Mäher sind übrigens in der Regel so leise, dass Sie auch während der Ruhezeiten arbeiten könnten. Besonders geschickt ist es aber, wenn der Rasenmäher so programmiert wird, dass sein Akku kurz davor leer ist und das Gerät sich, während der Ruhezeiten, den nötigen Strom in der Ladestation holt. Das ist nicht nur effektiv, sondern sorgt auch für ein entspanntes Verhältnis mit den Nachbarn. Im Vergleich zu normalen Rasenmähren sind die Roboter übrigens besonders sparsam. Bei den Betriebskosten schlagen die meisten Modelle herkömmliche Elektromäher und Benzinmäher um Längen.

Wie schlägt sich Roboter-Mäher im Vergleich zu gewöhnlichen Rasenmähern bei der Qualität der Rasenpflege?

Das Mähen per Roboter lässt sich nur sehr bedingt mit dem Kürzen des Rasens per Rasenmäher vergleichen. Der Unterschied beginnt mit der Häufigkeit, mit der der Roboter-Rasenmäher unterwegs ist. Ein Roboter kann alleine beliebig oft mähen und sorgt so für extrem kleine Graspartikel, die als natürlicher Dünger auf dem Rasen zurückbleiben können. Um einen ähnlichen Effekt mit einem normalen Rasenmäher zu erreichen, müssten sie täglich die gesamte Fläche mähen. Selbst moderne Rasenmäher mit Mulchfunktionen können den Effekt nur bedingt nachbilden, da die Menge des Düngers auf einmal anfällt und nicht immer wieder in kurzen Abständen.

Ein weiterer Effekt der kleinen Grasabschnitte ist, dass der Mähroboter kein Gras an den Innenflächen ansammelt und so nur bei nassen Bedingungen gereinigt werden sollte. Wenn Sie die meist recht günstig zu bekommenden Messer regelmäßig austauschen (abhängig vom Mähintervall und der Fläche) erzeugen fast alle Mähroboter ein sauberes Schnittbild. So bleibt der Rasen grün und gesund. Auch entfällt mit dem Rasenroboter die Entsorgung von Rasenschnitt auf dem Kompost oder im Biomüll. Ein weiterer Vorteil des Mähroboters ist, dass er den Rasen auch pflegen kann, wenn Sie im Urlaub sind. Das erspart das mehrmalige Mähen des Rasens nach dem Urlaub, weil die Halme maximal um 1/3 der Länge gekürzt werden sollte.

Welche Faktoren Ihres Rasens beeinflussen die Auswahl des richtigen Mähroboters?

Den passenden Mähroboter auszuwählen ist nicht schwer. Allerdings müssen Sie einige Kennzahlen vorher ermitteln, damit Sie einen Rasenmäher erwerben können, der auch zuverlässig seinen Dienst verrichtet. Die wichtigste Kennzahl ist dabei die zu mähenden Gesamtfläche. Die verschiedenen Modelle an Rasenmäher-Robotern unterscheiden sich deutlich in Ihrer Flächenleistung. Es empfiehlt sich immer, ein Gerät mit etwas größer Flächenleistung auszuwählen. So können Sie sicher sein, dass der Rasen immer konstant gemäht wird.

Der zweite Faktor, den es vor dem Kauf zu beachten gilt, ist die maximale Steigung auf Ihrer Rasenfläche. Die Steigfähigkeit von Robotern für das Rasenmähen ist sehr unterschiedlich. Damit Sie nicht an den Schrägen und Steigungen nacharbeiten müssen, sollte der neue automatische Rasenmäher entsprechende Steigungen auch bewältigen können. Wenn Sie planen, den Mähroboter auch während der Ruhezeiten arbeiten zu lassen, müssen Sie darauf achten, dass der Mäher entsprechend leise ist. Den entsprechenden Wert können Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung erfragen. Mit den Eckwerten zu bearbeitende Rasenfläche, maximale Steigung und Lärmemission können Sie sich auf die Suche nach einem passenden Rasenmäher-Roboter machen.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl des Rasenmäher-Roboters noch achten?

Die Sicherheit ist ein entscheidender Faktor bei autarken Maschinen. Die meisten Geräte verfügen deshalb über einen Diebstahlschutz durch einen PIN und einen Alarm, wenn er weggetragen werden soll. Neben dem Schutz vor Diebstahl muss der Mähroboter natürlich auch zuverlässig Hindernisse erkennen und sich automatisch abschalten, wenn er angehoben oder geneigt wird. Diese Features bringen die meisten Geräte mit. Ebenfalls sinnvoll ist ein Regensensor, der den Mähroboter von der Arbeit auf extrem Nasen und damit klebrigen Rasen abhält. Bei billigen Geräten leider häufig kein Standard ist die automatische Rückkehr zur Ladestation bei schwachem Akku. Gute Geräte merken sich hingegen sogar den Punkt, an dem der Strom knapp wurde und beginnen mit geladenen Akku genau an dieser Stelle wieder mit dem Mähen.

Der letzte Einsatz Ihres alten Rasenmähers und andere letzmalige Arbeiten rund ums Rasenmähen.

Bevor Sie sich auf andere Dinge konzentrieren können, während der Mähroboter Ihren Rasen pflegt, müssen Sie noch einmal selbst aktiv werden. Bringen Sie Ihren Rasen auf die gewünschte Länge, die der Roboter-Mäher später einmal für Sie ständig halten soll. Achten Sie dabei auf Fremdkörper und entfernen Sie sie vom Rasen. Ist der Rasen soweit vorbereitet, müssen Sie nur noch eine Sache erledigen. Die automatischen Rasenmäher orientieren sich an einem, von einer rund um die zu mähenden Fläche verlegten Leitung erzeugten, Magnetfeld. Bei der Verlegung dieser Leitung sollten Sie sorgfältig vorgehen, damit das Schnittergebnis auch an den Rändern optimal ist. Wer hier besonders exakt arbeitet, erspart sich die Nachbearbeitung von nicht gemähten Flächen.

Damit der Roboter seine Ladestation wiederfindet, muss bei einigen Modellen noch ein Suchkabel verlegt werden. Perfektionisten fassen die Rasenflächen mit einem befahrbaren, auf dem Niveau der Rasenfläche liegenden Randstein ein. So muss auch an den Rasenkanten nicht mehr nachgearbeitet werden. Je nach Modell müssen jetzt nur noch die Mähzeiten programmiert werden und es kann losgehen. Modelle, die den Garten in Bahnen mähen, sind besonders gründlich. Sie beginnen nach der Installation nicht direkt mit dem Mähen, sondern erkunden erst die zu mähende Fläche. Danach legen sie die optimalen Fahrwege für ein lückenloses Mähergebnis fest. Experimentieren Sie bei den Mähzeiten so, dass das Schnittgut so klein ist, dass es das Rasenbild nicht stört. Durch die regelmäßige Bewegung und die ständigen Mähgeräusche fühlen sich übrigens Maulwürfe und Wühlmäuse nicht besonders wohl und meiden diese Flächen.

Worauf muss beim Betrieb eines Mähroboters geachtet werden?

Wie beim normalen Rasenmäher muss die Fläche frei von Fremdkörpern sein. Gemeint sind damit keine Blätter, sondern vor allem Dinge, die durch das Mähwerk beschädigt werden können oder die das Mähwerk beschädigen können. Das sind vor allem Steine, die auf die Rasenfläche getragen werden oder Tannenzapfen. Aber auch nach einer Gartenparty sollte der Arbeitsbereich des Mähroboters auf Fremdkörper untersucht werden. Besonders gefährlich sind dabei kleine oder flache Gegenstände, die nicht vom Anstoßkontakt erkannt werden können. Die Begrenzung der Mähfläche mit dem Magnetfeld sorgt in der Regel dafür, dass der Rasenroboter innerhalb der Fläche bleibt. Sollte er jedoch unbeaufsichtigt arbeiten, sollte der Garten so eingezäunt sein, dass der Mähroboter bei Fehlfunktionen nicht den Garten verlässt und Kinder sich ihm möglichst nicht nähern können. Trotz aller Sicherheitseinrichtungen bleiben Mähroboter Rasenmäher, von deren Schneidemesser eine gewisse Gefahr ausgeht.

Wenn die Tage kürzer werden, wächst der Rasen immer weniger zu, bis das Wachstum komplett zum Erliegen kommt. In dieser Zeit hat auch der Rasenroboter Pause. Damit der Akku die Pause gut übersteht, sollte er nach den Vorgaben des Herstellers überwintert werden. Und auch die Ladestation kann geschont werden, in dem sie in den Keller wandert. Natürlich muss das verlegte Begrenzungskabel nicht ausgebaut werden. Die Kontakte sollten Sie jedoch nach dem Abkoppeln von der Ladestation vor Korrosion schützen. Polfett und eine wasserdichte und frostsichere Verpackung schonen die Kabelenden perfekt. Achten Sie beim Start in der neuen Saison beim ersten Mal darauf, dass der Rasenmäher-Roboter die Begrenzung auch erkennt. Der erste Schnitt sollte also unter Aufsicht erfolgen.

5 Rasenmäher-Roboter im Test

Fünf Rasenmäher-Roboter haben wir uns für Sie genauer angesehen, um Ihnen die Auswahl des passenden Rasenroboters zu erleichtern und einen ersten Überblick zu verschiednen Techniken zu geben.

Gardena R40Li Mähroboter

Der Gardena R40Li ist ein Mähroboter für Rasenflächen bis zu 400 m². Er verfügt über einen langlebigen und leistungsstarken Lithium-Ionnen-Akku mit 18 Volt und 1,6Ah. Die Schnittbreite des R40Li beträgt 17 cm und die Schnitthöhe lässt sich zwischen 20 und 50 mm über ein Drehrad einstellen.

Der Mähroboter R40Li von Gardena verfügt über einen großen Kollisionssensor, der recht empfindlich ist. Zudem schützten Hebe- und Neigesensoren vor dem Griff ins laufende Mähwerk. Gardena hat den Abstand zwischen Mähwerk und Gehäuserand bewusst großzügig dimensioniert, um zusätzlich für passive Sicherheit zu sorgen.

Die Steigfähigkeit beträgt 25 % und der maximale Geräuschpegel liegt bei 58dB(A). Auch ein Zeitschloss, ein Alarm und PIN-Code sind in diesem Rasenmäher-Roboter verbaut.


Bosch Indego Akku-Mähroboter

Mit dem Indego Akku-Mähroboter präsentiert Bosch einen besonders durchdachten und leistungsstarken Rasenroboter. Mit einer Schnittbreite von 26 cm bearbeitet er bis zu 1.000m² Rasenfläche und befährt dabei Steigungen bis 35%. Die Geräuschemission liegt bei 75 dB(A).

Für die Stromversorgung ist ein Lithium-Ionen-Akku mit 32,4 Volt und 3,0 Ah verantwortlich, der für 50 Minuten Betrieb reicht und in der gleichen Zeit aufgeladen ist. Die Schnitthöhe lässt sich in zehn Stufen zwischen 20 und 60 mm verstellen. Zum Schutz vor Diebstahl verfügt er über einen PIN und eine Alarmanlage.

Ein eigenes Navigationssystem namens Logicut sorgt für die Fähigkeit, Spur für Spur zu mähen. Ein Anfahrsensor und der Messerschnellstopp sorgen für große Sicherheit.


Automower 305 von Husqvarna

Der Automower 305 von Husqvarna ist für mittlere Rasenflächen bis 500 m² gedacht. Mit einer Schnittbreite von 17 cm und einer Schnitthöhe zwischen 20 – 50 mm pflegt der Rasenroboter Flächen mit einer Steigung bis 25 Prozent. Der Lithium-Ionen-Akku reicht für eine Mähdauer von einer Stunde, bevor der Mähroboter wieder selbstständig in die Ladestation fährt.

Der Geräuschpegel liegt maximal bei 61 dB(A). Zum Schutz vor Diebstahl verfügt der Automower 305 über einen PIN und einen zuschaltbaren Diebstahlalarm. Für Sicherheit sorgt ein automatischer Messerstopp mit Neigungs- und Anhebesensor sowie ein Kollisionssensor zur Erkennung von Hindernissen. Die Messerenden liegen zusätzlich weit vom Gehäuserand entfernt, um versehentliches Hineingreifen zu verhindern.


Robomow RM510

Der Robomow RM510 ist für Rasenflächen von 500 m² gedacht. Er bewältigt beim Mähen Steigungen bis 33 Prozent. Die Schnittbreite beträgt 20 cm und die Schnitthöhe lässt sich im Bereich zwischen 20 und 80 mm verstellen. Für die 200 Minuten durchschnittliche Arbeitszeit sorgen zwei Bleigel-Akkus mit jeweils 12 Volt und 12 Ah, die 16 Stunden zum Laden benötigen.

Der RM510 verfügt über eine Kindersicherung, Stoßsensoren sowie einen Kipp- und Hebesensor mit Sicherheitsmesserbremse. Gegen Diebstahl ist er per PIN und Alarm gesichert. Durch das 1cm über den Radstand hinausreichende Mähwerk arbeitet er an Kanten besonders effektiv.


Rotenbach Mähroboter

Der Rotenbach Mähroboter hat mit 32 cm eine ungewöhnliche Schnittbreite für Rasenroboter. So schafft das Gerät die Bearbeitung von bis zu 2.500 m² und kann Steigungen bis 45 Prozent bewältigen. Die Schnitthöhe ist zwischen 30 und 50 mm einstellbar. Mit einer Akkuladung schafft der Rasenmäher-Roboter rund 500 m², bevor er für knapp 6 Stunden in die Ladestation muss.

Ein Regensensor sorgt für die Unterbrechung der Arbeit, während der Kippsensor für stehende Messer sorgt. Die Ladestation ist überdacht. Bedient wird der Rotenbach über eine Fernbedienung. Er verfügt über einen Kollisionssensor. Zwar verfügt auch er über das System mit dem Magnetfeld zur Begrenzung, hat es aber in Tests auch manchmal ignoriert.